Wintersonnenblende

2017-09-21, posted in Allgemein, Anfänge, Events, Kamera, Langzeitbelichtungen, Lightpainting, Objektive, PortraitsOlympus Perspective Playground Berlin 2017

Im Berliner Kraftwerk hat Olympus dieses Jahr wieder neue Perspektiven eröffnet. Die Wanderausstellung besucht mehrere Länder und warum in die Ferne reisen, wenn das Glück so nahe liegt?

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Die sogenannte “Interactive Art Ausstellung” lädt zum Mitmachen ein und die Besucher können noch bis zum 24.09.2017 kostenfrei daran teilhaben. Doch was erwartet den Besucher vor Ort?


Zunächst einmal ist es sinnvoll, sich vorab online zu registrieren, um die Wartezeit im Eingangsbereich zu verkürzen. Es reicht, den QR-Code auf dem Handy bereit zu halten, um hinein zu kommen.

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Auf Wunsch gibt es dann sogar die Möglichkeit, sich eine Olympus-Kamera auszuleihen, um sich selbst mal von der Qualität des Herstellers überzeugen zu können.
Kleines Schmankerl dabei: die in der Zeit verwendete 4 GB-Speicherkarte kann anschließend behalten werden, als Erinnerung quasi.


Am Dienstag war ich zusammen mit Sandra, alias GREENSHADESOFRED (die auch auf mehreren Fotos hier zu sehen ist) vor Ort und habe dabei auch die OM-D E-M1 Mark II leihweise ergattert. Es war klasse, diese im direkten Vergleich zu meiner E-M1 Mark I unter praktischen Bedingungen testen zu können und ich konnte sowohl die Vorteile, als auch die Nachteile im Vergleich zu dem Vorgängermodell für mich erkennen. Doch dies nur am Rande.

Ist man an den Leihkameras vorbei, geht es durch ein Schwimmnudel-Portal in die Ausstellung. Leider habe ich dies nicht fotografiert, fand es aber auch nicht allzu spektakulär. Meines Erachtens empfiehlt es sich, zunächst einmal alle drei Ebenen kurz abzulaufen, um sich einen Überblick zu verschaffen und danach erst die einzelnen Stationen anzugehen. Sonst kann es passieren, dass man etwas gerne noch gesehen hätte, einem aber die Zeit davon läuft.


Gleich zu Beginn gibt es auf der rechten Seite ein beleuchtetes Seil, welches von Oben herab im Kreis geschwungen wird und somit herrliche Ellipsen auf die Linse zaubert, wenn man die Belichtungszeit ein wenig großzügiger wählt. Ein Stativ wäre hier von Vorteil gewesen, doch gerade die Olympus-Kameras wissen dank ordentlichem Bildstabilisator auch gute Ergebnisse aus der Hüfte zu erzielen.

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Eine große Videoleinwand bietet dank Slideshow einen Überblick über den Playground. Ich hab dies allerdings komplett ignoriert und bin gleich weiter nach links gegangen, zu einem der wirksamsten Publikumsmagneten, in Form einer interaktiv beleuchteten Kammer. Die Schlange dort war lang, es lohnte sich jedoch, Geduld mit zu bringen. War man dann soweit, hatte man zwei Minuten auf Socken oder Filzpuschen in der Kammer, um inmitten der Sound- und Lichtanlage mit der Kamera drauf zu halten. Je mehr man sich dabei bewegte, desto spektakulärer wurden die Effekte und Farben. Grandios!

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Direkt dahinter wurden jede Menge Scheiben zu einem bunten Farbenteppich vereint, die man entweder von der Seite oder von einer der oberen Ebenen in ihrer Gesamtheit betrachten konnte. Angestrahlt durch verschiedene Scheinwerfer warfen sie ein tolles Licht auf die umliegenden Betonpfeiler.

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Etwas weiter links dahinter bot sich die Möglichkeit, inmitten von verschieden farbigen Holzbarrieren entweder architektonische Perspektiven zu fotografieren oder diese für Portraitaufnahmen als Kulisse zu verwenden. Schlanke Menschen sind hierbei im Vorteil, da es zwischen den Aufbauten doch gelegentlich etwas eng wurde. Definitiv nix für Rollifahrer, wobei ich auch nicht darauf geachtet habe, ob man die einzelnen Ebenen überhaupt auch per Lift hätte erreichen können oder ob es rein nur über die Treppen nach oben ging. Auf der Seite von Olympus habe ich auch nichts über Barrierefreiheit finden können. Am Besten man fragt konkret nach, wenn Bedarf besteht.

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Bei dieser Konstruktion hätte ich mir ein wenig mehr Licht von der Seite, als von oben gewünscht, da die Schlagschatten oft nicht gerade vorteilhaft fürs Posing waren. Insgesamt hätte der kompletten Location ein paar zusätzliche Scheinwerfer für die ungenutzten Ecken nicht geschadet. Der natürliche Charme des Berliner Kraftwerks bot auch ohne die eigens installierten Exponate genügend Material für wundervolle, urbane Fotografie. Es war halt nur oft ein bisschen zu dunkel dafür.

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Direkt hinter dem Holzbau war im Stil eines American Diners eine um 90 Grad seitlich gedrehte Kulisse errichtet worden. Sehr spaßig für Fotos entgegen der natürlichen Schwerkraft, wenn man auch seine Kamera neigte und die Personen im Bild plötzlich an der Wand zu kleben schienen.
Leider war gerade viel los, als wir dort standen und später vergaßen wir, noch mal dort hin zurück zu kommen. Es sollten aber genügend Fotos von diesem Punkt im Netz zu finden sein.


Hinten rechts befand sich eine weitere Installation, die einen künstlich verzerrten weißen Bilderrahmen darstellte, dessen einzelne Lamellen dazu einluden, dazwischen oder dahinter hervor zu schauen.

Großartig, wie einfach die Idee doch im Grunde genommen ist und was für beeindruckende Ergebnisse man damit erzielen konnte. Man muss nur kreativ sein.

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Auf der nächsten Ebene gab es eine sehr auffällige und wohl auch in der Installation aufwändige Attraktion: ein flaches Wasserbecken, welches mittels dumpfen Basstönen in Schwingungen versetzt und von oben mit weißen LED-Leisten beleuchtet wurde. Hier musste man gutes Timing beweisen, um schöne Aufnahmen zu erhalten. Alternativ brachte einen auch Geduld ans Ziel, da sich das Schauspiel stets wiederholte.

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Während man auf der gleichen Seite zudem noch eine weiße Wand mit drei verschieden farbigen Spots, welche durch ihre zueinander versetzte Anbringung drei unterschiedliche Schatten erzeugten, für die People-Fotografie nutzen konnte, gab es etwas versteckt dazwischen auch noch eine Dunkelkammer mit schwarzem Vorhang, hinter der sich der Lightpainting-Bereich befand.

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Als wir dort waren, hat @feelingeigenart gerade moderiert (neben @bertsilzner). Man darf somit nicht erwarten, selbst herum zu leuchten, sondern setzt sich auf einen Hocker und wird dann mit den verschiedenen Möglichkeiten des Lightpaintings in Szene gesetzt.
Voraussetzung hierfür ist jedoch eine mitgebrachte Speicherkarte, damit man das Foto auch mitnehmen kann (RAW und JPG).

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Auch hier gab es eine lange Schlange und den ein oder anderen ungeduldigen Menschen, den man davon abhalten musste, den Vorhang zu lüften, um zu schauen, ob dahinter tatsächlich was passiert oder man gerade umsonst wartet. Natürlich ging da was. Es war ja schließlich keine Warteschlangen-Performance!


Eine weitere Treppe höher gab es als nächste Perspektiven-Spielerei eine bunte Wand mit Einbuchtung und Mini-Balkon, sowie diversen Modepuppen-Extremitäten, für alle, die noch eine helfende Hand oder ein helfendes Bein brauchten.

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Daneben befand sich eine recht übersichtliche Fotoausstellung, die ich hier auch mal auslasse. Man hätte sicherlich mehr raus machen können, doch die meisten dürften sowieso eher an den Exponaten interessiert gewesen sein, als sich fremde Kunstwerke anzuschauen. Von daher war der Platz okay.


Auf der anderen Seite der Ebene standen diverse Ventilatoren, die mittels roter Buzzer eine Art Lametta mit herrlichem Farbenspiel in Bewegung setzten. Hier musste ich erst einmal überlegen, inwieweit ich dies im Bild festhalten könnte, denn die Möglichkeiten waren wieder einmal vielfältig.

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Für Portraits auch nicht zu verachten.

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Weiterhin konnte man die verschiedenen Olympus Kameras und Objektive noch mal hinter Glas in Vitrinen betrachten.


Es bestand auch die Möglichkeit, sich an der Kaffeebar stärken. Vielen wird das angebotene Obst sehr gefallen haben.

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Ein mit bunten Quadraten ausgestatteter Glaskasten konnte mich nicht so recht überzeugen, da auch hier das Licht ungünstig auf die Installation fiel und dank des weißen Fußbodens, der nicht betreten werden durfte, die Experimente einschränkten.


Daneben befand sich auch noch eine Bühne, die zu diesem Moment ungenutzt ihr Dasein fristete und weiter rechts eine schöne Zickzack-Tapete, welche wiederum herrlich für Portraits geeignet schien.

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Wenn man wirklich überall mal seine Nase rein gesteckt hatte, war man nach ca. 3-4 Stunden im wahrsten Sinne des Wortes “durch”. Gegen 16 Uhr verließen wir daher den Playground mit vielen neuen Impressionen und der Gewissheit, dass dies bestimmt nicht das letzte Olympus-Event sein dürfte, welches wir besuchen.
Solltet ihr noch nicht die Gelegenheit genutzt haben, habt ihr noch bis Ende der Woche die Chance dazu. Taucht möglichst früh dort auf, da zum Nachmittag hin der Besucherandrang stärker wird. Ebenso ist erfahrungsgemäß nicht das Wochenende zu empfehlen, weil da natürlich die meisten frei haben und man sich gegenseitig die Füße platt tritt.

Für mehr Hintergrundinfos zu dem Event einfach mal die eigens dafür eingerichtete Internetseite besuchen: https://perspectiveplayground.com

Viel Freude!

geschrieben von Carsten Winter

2 Kommentare auf “Olympus Perspective Playground Berlin 2017”

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