Wintersonnenblende

2017-08-13, posted in Allgemein, Anfänge, PortraitsLightroom Tip – Schwing den Korrekturpinsel, aber richtig!

Wer Adobes Lightroom verwendet, kennt sicherlich auch die verschiedenen Filtervarianten. Sie alle haben ihre Vorteile. Manchmal lohnt sich aber der Vergleich, welcher Filter besser zur Bearbeitung passt.

Neben dem Verlaufs- und Radialfilter gibt es nämlich auch den Korrekturpinsel, welcher sich hervorragend eignet, um eigens definierte Flächen zu bearbeiten.

Manchmal sind die Flächen jedoch relativ klein, wie zum Beispiel die Iris in den Augen eines Portraits. Üblicherweise würde man hier mit einem Radialfilter heran gehen und dann mit der Behandlung der so markierten Fläche starten.

Ich bevorzuge jedoch den Korrekturpinsel. Den Grund dazu teile ich euch nun mit!


Betrachtet man bei der Bearbeitung ein Portrait im Gesamtbild und wendet einen Filter auf eine kleine Fläche an, so nimmt der Bearbeitungspunkt bereits einen großen Teil der zu bearbeitenden Fläche ein. Man kann in der Großbildansicht überhaupt nicht mehr erkennen, was man da so fabriziert.

Bildschirmfoto 2017-08-13 um 19.53.09
Der Bearbeitungspunkt verdeckt einen großen Teil vom Auge.

Also zoomt man an den Ort des Geschehens heran, um mehr erblicken zu können:

Bildschirmfoto 2017-08-13 um 19.53.43
In der Zoomansicht ist der verdeckte Teil des Bearbeitungspunktes nicht mehr so relevant. Jedoch ist die Auswirkung der Änderungen auf das Gesamtbild nicht sofort erkennbar, sondern erst, wenn man wieder heraus gezoomt hat.

Nachdem man diverse Änderungen vorgenommen hat, zoomt man wieder heraus, um erneut in der Gesamtbild-Ansicht die Auswirkung zu beurteilen.
Unter Umständen ist man mit dem Ergebnis nicht zufrieden, zoomt wieder hinein, ändert ein paar Details, zoomt wieder raus, vergleicht, und und und.

Es ist einfach so, dass in der Zoomansicht manche Bearbeitungen ganz anders wirken, als im Gesamtbild. Da wäre es doch schön, wenn dieser Bearbeitungspunkt nicht ständig im Weg wäre.

Genau hier kommt der Korrekturpinsel zum Einsatz!

Statt diesen direkt auf der Iris zu platzieren, setzt man ihn einfach ein Stück daneben und markiert dann separat die Bereiche, die man eigentlich markieren wollte.

Bildschirmfoto 2017-08-13 um 19.54.16
Der Korrekturpinsel-Bearbeitungspunkt wird neben den eigentlichen Ort des Geschehens platziert.
Bildschirmfoto 2017-08-13 um 19.54.41
Zwar kann man nun die eigentliche zu bearbeitende Fläche markieren, jedoch ist nun auf dem Nasenrücken auch eine rote Markierung, die ebenfalls von Änderungen betroffen wäre, wenn man sie nicht entfernt. Also löscht man einfach die rote Farbe unter dem Punkt.

Anschließend löscht man den rot markierten Bereich unter dem Bearbeitungspunkt einfach weg. Der Punkt selbst bleibt zwar auf der Stelle, jedoch wird dort dann nichts mehr verändert.

(Im Übrigen lässt sich mit der Taste “o” der rot markierte Bereich ein- und ausschalten)

Bildschirmfoto 2017-08-13 um 19.55.02


Nun zoomt man wieder heraus und ändert rechts mit den Reglern die Dinge, die es zu ändern gilt, während man live erkennt, wie es sich auf das gesamte Foto auswirkt.

Bildschirmfoto 2017-08-13 um 19.56.42


Ist natürlich nur eine Kleinigkeit, erleichtert mir aber den Umgang mit Filtern enorm, weil mir bei nachträglichen Änderungen dieses rein- und rauszoomen für die Bearbeitung ziemlich auf die Nerven geht.


Habt ihr auch Tricks bezüglich Lightroom auf Lager, die es sich zu teilen lohnt? Falls ja, schreibt es mir in die Kommentare!

geschrieben von Carsten Winter

Ein Kommentar zu “Lightroom Tip – Schwing den Korrekturpinsel, aber richtig!”

  1. Hallo und vielen Dank für Deinen Tip.

    Wenn ich für Lightroom zwei Bildschirme benutze und für den zweiten Bildschirm die Lupe ausgewählt habe, stellt sich das Problem nicht, da hier die Bildänderung ohne die Markierung und ohne den Markierungsknopf angezeigt wird.

    Arbeit ich nur mit einem Bildschirm, nutze ich zur Umgehung des von Dir genannten Problems gerne einen Bug in Lightroom aus, der folgendermaßen funktioniert:
    1. Ich setze einen Radialfilter an und ziehe ihn auf die ensprechende Größe (jetzt habe ich den von Dir benannten weißen Kreis im Bild)
    2. Nun klicke ich mit der rechten Maustaste (Windows) auf einen Bildbereich außerhalb des markierten Filterbereichse (es öffnet sich ein Auswahlmenü)
    3. Ich kümmere mich nicht um die Auswahl, sondern drücke nun mit der linken Maustaste auf die bei mir graue Fläche Zwischen dem Foto und den rechtsseitigen Bearbeitungsleisten und halte die Maustaste gedrückt. Jetzt verschwindet der Radialfilter-Markierungsknopf.

    Herzliche Grüße
    Meli

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