Wintersonnenblende

2017-02-25, posted in Allgemein, Anfänge, Kamera, Objektive, WorkflowMein Weg der Fotografie, Teil 1

Im letzten Beitrag habe ich euch von den Veränderungen auf meiner Webseite erzählt. Heute geht es um die Weiterentwicklung, was mein fotografisches Equipment angeht.


Als ich 2012 meine erste digitale Spiegelreflex kaufen wollte, hatte ich nicht wirklich einen Plan von den unterschiedlichen Modellen, die es so auf dem Markt gab. Ich kannte bis dato meine kleinen digitalen Fotoknipsen, vorzugsweise Canon, welche ich dank alternativer Firmware auch dazu brachte, mir RAW-Dateien zu liefern – auch wenn ich damit noch nicht so richtig was anfangen konnte.

Nun sollte es endlich mal was Anständiges sein. Mich frustrierten die Einschränkungen, die mit den automatischen Digitalkameras einher gingen. Also wanderte ich zum Fachhändler meines Vertrauens, wo ich nach intensiver Beratung (entgegen meiner ersten Entscheidung, wieder eine Canon zu nehmen) mich für eine Nikon D5200 entschied.

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Ja – Fachhändler!
Meiner Meinung nach hat ein Vor-Ort-Händler, der sich auch Zeit für Beratung nimmt, einen Aufpreis für seine Ware verdient. Denn er ist gezwungen, stets aktuelle Modelle vorzeigen zu können, unterhält einen Laden, nebst Personal und bildet sich stets fort, um auf dem neuesten Stand zu bleiben – was seiner Kundschaft zu Gute kommt. Da darf es auch ruhig etwas teurer als im Internet sein. Zudem ist ein Vor-Ort-Service auch nicht zu unterschätzen. Kauft ruhig öfter mal lokal, dann müsst ihr euch auch nicht darüber ärgern, dass immer mehr Geschäfte schließen und man sich alles nur noch im Internet anschauen – aber nichts anfassen kann.

Ausschlaggebend für meinen Kauf war auch, dass sich eine sehr liebe Freundin namens Meli (schaut unbedingt mal auf ihrer Seite www.weltenbummlerinnen.de vorbei, da entwickelt sich was ganz Tolles!), bereits vorab für diesen Hersteller entschied und bereits eine D5100 besaß. Die Aussicht darauf, auch mal Zubehör gegenseitig ausleihen zu können, war sehr verlockend.

Nun stand ich da, mit meiner neuen Errungenschaft und einem 18-55er Standardkit-Objektiv und machte meine ersten Fotos. Immer schön mit offener Blende, um möglichst kurze Auslösezeiten zu erhalten. Schärfentiefe (nein, nicht Tiefenschärfe…) war zu dem Zeitpunkt noch nicht wirklich eine Priorität. Zudem war ich noch fest davon überzeugt, dass ich sämtliche Bearbeitung mit Gimp erledigen würde.

Es dauerte nicht lange, bis ich mir auf Anraten von Meli ein Lightroom-Abo zulegte und damit sehr viel Ordnung auf meiner Festplatte schuf (dazu gerne mehr, wenn es euch interessiert. Lasst es mich wissen!).
Zur Datensicherung gab es gleich noch ein NAS dazu, um die Fotos extern aufzubewahren. Nachdem ich vor Jahren mal alle meine Fotos dank einer defekten Festplatte verloren hatte, wollte ich dieses Mal auf Nummer sicher gehen. Ernsthaft, Leute – es gibt wohl kaum etwas Schlimmeres für einen fotoaffinen Menschen, als alle seine Fotos zu verlieren. Gönnt euch diese Anschaffung!

Später leistete ich mir dann noch ein 55-300er Teleobjektiv, welches mir im Urlaub 2013 in Oregon sehr ans Herz gewachsen war.

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Nun liest man ja oft die Frage, in welcher Einstellung man mit einer digitalen Spiegelreflex seine ersten Versuche unternehmen sollte. Ich persönlich habe gleich im manuellen Modus begonnen. Dabei war auch wieder Meli eine sehr große Hilfe. Zudem studierte ich meine bereits geschossenen Fotos und verstand immer mehr den Zusammenhang zwischen dem magischen Dreieck: Blende, Belichtungszeit und ISO.
Mittlerweile kann ich gar nicht mehr in einem anderen Modus fotografieren, weil ich immer dazu geneigt bin, irgendeinen Wert anpassen zu wollen und mich sämtliche Varianten irgendwie in meiner Freiheit einschränken, egal ob A, S oder P-Modus.

Glaubt mir, wenn ich sage, dass eure ersten 10.000 Fotos sowieso später nicht mehr von Relevanz sein werden – egal, wie gut ihr sie anfangs noch findet. Von daher seid offen für Experimente, ärgert euch nicht über verpasste Chancen und experimentiert fleissig mit den Einstellmöglichkeiten eurer Kamera. Traut euch den manuellen Modus zu, nehmt euch Zeit dafür und entschleunigt den Moment in dieser Welt der schnellen Handyfotografie, wo ein Klick genügt, um ein durchschnittliches Foto zu erzeugen, welches in der Masse schnell wieder untergeht.


Wenn euch der Beitrag gefallen hat, so lasst es mich bitte wissen. Die Kommentarfunktion freut sich stets über konstruktives Feedback! Teilt mir bitte auch mit, was ihr noch gerne erfahren möchtet, dann kann ich gezielter auf bestimmte Bereiche eingehen.


Der zweite Teil beschäftigt sich dann mit dem von mir angeschafften Zubehör, welches mir den Fotografie-Alltag wesentlich erleichtert. Bis dahin!

geschrieben von Carsten Winter

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